Undine

von Christian Petzold
Deutschland 2020, 92 min
FSK ab 12 Jahren

Drei Filme lang begab sich Chritian Petzold in die deutsche Vergangenheit, nun kehrt er mit seinem neuen Film „Undine“ in die Gegenwart zurück. Hier im Berlin des 20. Jahrhunderts erzählt er eine Geschichte zwischen Mythologie und Realität, verwebt märchenhafte Motive mit einem skeptischen Blick auf eine Stadt, der ihre Geschichte eingeschrieben ist. So wie dem von Paula Beer und Franz Rogowski gespielten Liebespaar.

(programmkino.de)

Bei „Undine“ nun hat Petzold für sein eigenes Drehbuch nur noch Motive von Fouqué übernommen. Allerdings entspricht die Vorlage so sehr spezifischen Zügen der Ästhetik dieses Regisseurs – wie Schwarzromantik, Unheimlichkeit und Liebespathos sowie psychologischem Tiefgang bei filmästhetischer Sachlichkeit –, dass „Undine“ geradezu zum exemplarischen Petzold-Film taugt, selbst ohne seine langjährige Stammschauspielerin Nina Hoss.
Paula Beer tritt in der Titelrolle deren Nachfolge derart typenähnlich an, dass man wohl von einem Petzold-Frauenideal sprechen muss, so wie Hitchcock eines hatte. Dabei ist die Arbeitsweise Petzolds in Geschichtsfindung, Zyklenbildung und Inszenierung eher das deutsche Äquivalent zu Eric Rohmer, auch in der Ruhe der Bildsprache, für die sein fester Kameramann Hans Fromm verantwortlich zeichnet.

(Andreas Platthaus – FAZ)

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